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Welche Materialien werden für Bio-Urnen verwendet?

Von Urnenwelt CH Okt 07, 2026 1

Welche Materialien werden für Bio-Urnen verwendet?

Wer sich für eine umweltfreundliche Bestattung entscheidet, stösst schnell auf den Begriff der Bio-Urne. Doch wororaus bestehen diese ökologischen Gefässe eigentlich? Die Palette an innovativen, natürlichen Werkstoffen ist gross und faszinierend. Allen gemein ist, dass sie zu 100 Prozent biologisch abbaubar sind und keine Schadstoffe an die Umwelt abgeben.

Flüssigholz und Lignin – Die Revolution aus dem Wald

Ein besonders beliebtes Material für Bio-Urnen ist sogenanntes Flüssigholz. Es basiert auf Lignin, einem natürlichen Nebenprodukt der Papierherstellung. Vermischt mit Naturfasern lässt sich daraus ein Werkstoff spritzen, der optisch und haptisch klassischem Kunststoff ähnelt, aber vollständig kompostierbar ist. Urnen aus Lignin sind extrem stabil, lösen sich aber im feuchten Waldboden rückstandsfrei auf.

Naturfasern und organische Stoffe

Viele Bio-Urnen werden aus schnell nachwachsenden Pflanzenfasern hergestellt. Dazu gehören Hanf, Flachs, Bambus, Maisstärke oder gepresste Cellulose. Diese Materialien sind leicht, lassen sich hervorragend formen und künstlerisch gestalten. Sie eignen sich besonders gut für die Erdbestattung auf Schweizer Waldfriedhöfen, da sie den Mikroorganismen im Boden als Nahrung dienen und sich rasch zersetzen.

Salz und Sand für die Wasserbestattung

Für eine Bestattung in Schweizer Seen oder Flüssen werden ganz besondere Materialien benötigt. Urnen aus Steinsalz oder gepresstem Sand, die mit pflanzlichen Bindemitteln geformt werden, sind hier die erste Wahl. Diese Urnen sinken aufgrund ihres Gewichts sanft zum Grund des Gewässers. Dort löst sich das Salz oder der Sand innerhalb weniger Stunden vollständig im Wasser auf, und die Asche wird sanft freigegeben.

Durch diese Vielfalt an umweltfreundlichen Materialien bietet die moderne Bio-Urne für jede Bestattungsart – ob im Wald, in der Erde oder im Wasser – eine massgeschneiderte, ökologische Lösung.

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