Bei der Wahl einer biologisch abbaubaren Urne steht man vor einer Vielzahl an Materialien. Jedes dieser Naturmaterialien besitzt spezifische Eigenschaften und eignet sich für unterschiedliche Bestattungsarten. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir die vier wichtigsten Materialien für Sie verglichen.
Holz ist der Klassiker unter den Naturmaterialien. Es strahlt Wärme, Beständigkeit und Natürlichkeit aus. Neben massivem Holz kommt heute oft Flüssigholz (Lignin) zum Einsatz. Vorteil: Extrem stabil bei der Lagerung, edle Optik und haptisch sehr hochwertig. Eignung: Ideal für die klassische Erdbestattung oder die Beisetzung im Schweizer Friedwald. Die Zersetzung im Boden dauert je nach Feuchtigkeit 2 bis 5 Jahre.
Urnen aus Naturfasern und biologischen Polymeren sind die modernen Allrounder. Vorteil: Sie sind sehr leicht, umweltfreundlich in der Herstellung und erlauben kreative Designs sowie vielfältige Farbgebungen. Eignung: Hervorragend für Erdbestattungen geeignet. Sie zersetzen sich relativ schnell (meist innerhalb von 1 bis 3 Jahren) und hinterlassen ausschliesslich wertvollen Humus.
Salzurnen werden aus reinem Steinsalz gefertigt. Vorteil: Sie weisen eine einzigartige, kristalline Struktur auf. Eignung: Perfekt für die Seebestattung in Schweizer Gewässern. Im Wasser löst sich das Salz innerhalb von wenigen Stunden komplett auf, wodurch die Asche naturschonend freigegeben wird. Für eine Erdbestattung sind sie ungeeignet.
Sandurnen bestehen aus natürlichem Quarzsand und organischen Bindemitteln. Vorteil: Sie haben eine raue, mineralische Oberfläche und wirken sehr schlicht und erdig. Eignung: Ebenfalls primär für die Wasserbestattung konzipiert. Sie sinken schnell ab und zerfallen am Gewässergrund innerhalb kürzester Zeit.
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