Die Naturbestattung, beispielsweise in einem Schweizer Friedwald oder an einem Familienbaum, erfreut sich immer grösserer Beliebtheit. Ein zentraler Aspekt dabei ist die Verwendung einer biologisch abbaubaren Urne. Viele Angehörige fragen sich jedoch: Wie schnell läuft dieser Prozess unter der Erde tatsächlich ab? Und welche Faktoren beeinflussen die Abbauzeit im Schweizer Waldboden?
Generell lässt sich sagen, dass der Zersetzungsprozess einer Bio-Urne je nach Material zwischen wenigen Monaten und mehreren Jahren dauert. Moderne Bio-Urnen, die beispielsweise aus Cellulose, Pflanzenstärke oder Flüssigholz gefertigt sind, beginnen bereits kurz nach dem Kontakt mit der feuchten Erde, instabil zu werden. Nach etwa ein bis zwei Jahren ist die Struktur meist so weit aufgelöst, dass die Asche sanft an die Umgebung abgegeben wird. Nach drei bis fünf Jahren sind in der Regel keine Rückstände der Urne mehr im Boden nachweisbar.
Die genaue Dauer des biologischen Abbaus ist kein fixer Wert, sondern hängt stark von den lokalen Gegebenheiten ab:
Der langsame und sanfte Zerfall sorgt dafür, dass die Nährstoffe der Asche schrittweise von den Wurzeln der umliegenden Bäume aufgenommen werden können. So schliesst sich der Lebenskreis auf eine wunderbar natürliche Weise.
Cookie preferences