Wenn ein geliebter Mensch stirbt, möchten wir Kinder am liebsten vor jedem emotionalen Schmerz beschützen. Doch Kinder haben feine Antennen und spüren die veränderte Atmosphäre und die Trauer der Erwachsenen sofort. Sie vom Trauerprozess auszuschliessen, verunsichert sie meistens nur noch mehr und lässt sie mit ihren Ängsten allein. Für das Thema Kinder und Trauer gilt daher: Offenheit, Behutsamkeit und absolute Ehrlichkeit sind die wichtigsten Grundpfeiler.
Kinder verstehen das Konzept des Todes je nach Entwicklungsstufe ganz unterschiedlich. Verwenden Sie klare, einfache Worte und vermeiden Sie verwirrende Metaphern wie „Opa ist auf einer grossen Reise“ oder „Er ist friedlich eingeschlafen“. Solche Formulierungen können Verlustängste oder die Angst vor dem eigenen Einschlafen schüren. Sagen Sie stattdessen sanft, aber unmissverständlich, dass der Körper aufgehört hat zu arbeiten und der geliebte Mensch nicht mehr wiederkommen kann.
Kinder verarbeiten ihre Trauer oft sehr aktiv, spielerisch und in schnellen Schüben – in einem Moment weinen sie bitterlich, im nächsten spielen sie wieder völlig unbeschwert. Beziehen Sie die Kleinen aktiv in den Abschiedsprozess ein:
Geben Sie Kindern stets das Gefühl, dass jede Frage erlaubt ist und jede Emotion ihre Berechtigung hat. So lernen sie, dass Trauer ein natürlicher Teil des Lebens ist.
Cookie preferences