Nach einer Feuerbestattung stehen Familien oft vor der Frage, wie sie das Andenken an den Verstorbenen bewahren wollen. Während ein Teil der Asche traditionell auf dem Friedhof beigesetzt oder in der Natur verstreut wird, entscheiden sich in der Schweiz immer mehr Menschen für eine Teilung der Asche. Sogenannte Mini-Urnen, auch Keepsakes genannt, bieten hierfür die perfekte Möglichkeit. Sie erlauben es, einen kleinen Teil der Asche zu Hause in einer vertrauten Umgebung aufzubewahren.
Mini-Urnen sind optisch identisch mit klassischen Urnen, jedoch wesentlich kleiner. Sie fassen in der Regel nur ein geringes Volumen von etwa 50 bis 250 Millilitern Asche. Diese kleinen Gefässe dienen nicht der vollständigen Bestattung, sondern als Symbol der Nähe. Besonders wenn Familienmitglieder weit voneinander entfernt wohnen, ermöglicht die Ascheteilung mithilfe von Mini-Urnen jedem Angehörigen, einen physischen Ort der Trauer und des Gedenkens im eigenen Zuhause zu schaffen.
Im Gegensatz zu Deutschland oder Österreich ist die Gesetzgebung in der Schweiz bezüglich der Asche äusserst liberal. Es gibt keinen Friedhofszwang. Das bedeutet, dass die Asche des Verstorbenen den Angehörigen zur freien Verfügung übergeben wird. Die Aufteilung der Asche auf mehrere Mini-Urnen ist rechtlich vollkommen unbedenklich und bedarf keiner behördlichen Genehmigung. Dies gibt Schweizer Familien die Freiheit, individuelle Rituale des Abschieds zu gestalten.
Da Mini-Urnen im Wohnbereich aufgestellt werden, ist die ästhetische Gestaltung besonders wichtig. Sie sollen sich harmonisch in das Wohnumfeld einfügen und oft nicht sofort als Grabgefäss erkennbar sein. Die Auswahl an Materialien ist gross:
Ob auf dem Kaminsims, neben einem gerahmten Foto oder dezent im Regal – eine Mini-Urne ist ein liebevoller Ankerpunkt für die tägliche Erinnerung.
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