Bei der Planung einer Bestattung stehen Hinterbliebene vor zahlreichen schweren Entscheidungen. Neben dem Design, der Farbe und dem Material ist auch die physikalische Grösse der Urne ein entscheidender technischer Faktor, der im Vorfeld oft übersehen wird. Doch welche Urnengrösse ist eigentlich die richtige und wie berechnet sich das benötigte Volumen? In diesem Ratgeber erfahren Sie alle wichtigen Details.
Das benötigte Fassungsvermögen einer Urne hängt primär vom Körpergewicht des Verstorbenen vor der Kremation ab. Knochenstruktur und Körpergrösse beeinflussen die Menge der verbleibenden Asche nach der Einäscherung. In der Schweiz gilt folgende Faustregel für das Aschevolumen eines Erwachsenen: Für ein Körpergewicht bis zu 100 kg ist eine Urne mit einem Volumen von 3.5 bis 4 Litern vollkommen ausreichend. Liegt das Körpergewicht deutlich über 100 kg, sollte sicherheitshalber ein Modell mit einem Volumen von 4.5 bis 5 Litern gewählt werden, um die gesamte Asche sicher aufzunehmen.
Nicht immer wird die gesamte Asche an einem einzigen Ort beigesetzt. Bei sogenannten Keep-Sakes oder Mini-Urnen wird nur ein symbolischer Teil der Asche als Erinnerungsstück aufbewahrt, während der verbleibende Rest beispielsweise in der freien Natur verstreut wird. Diese Kleinsturnen weisen meist ein Volumen von lediglich 0.1 bis 0.5 Litern auf. Auch bei Tierurnen variiert die Grösse extrem: Für eine Katze reicht meist eine Urne mit 0.5 Litern, für einen grossen Hund werden oft bis zu 2 Liter benötigt.
Neben dem inneren Volumen spielen auch die äusseren Abmessungen der Urne eine wichtige Rolle. Wenn die Urne in einer bestehenden Nische auf dem Friedhof (einem Kolumbarium) oder in einem bereits genutzten Familiengrab beigesetzt werden soll, müssen Sie die exakten Masse der Nische kennen. Messen Sie Höhe, Breite und Tiefe präzise aus, um sicherzustellen, dass das ausgewählte Modell perfekt hineinpasst und die Nische reibungslos verschlossen werden kann.
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