Die Feuerbestattung erfreut sich in der Schweiz seit Jahrzehnten grosser Beliebtheit und ist heute die am häufigsten gewählte Bestattungsform. Doch wie genau läuft eine Kremation ab? Der gesamte Prozess im Krematorium ist von tiefer Würde, grösstem Respekt und strengen gesetzlichen Vorschriften geprägt. Erfahren Sie hier den genauen Ablauf Schritt für Schritt.
Nachdem der Tod offiziell von einem Arzt festgestellt und die nötigen Dokumente ausgestellt wurden, holt der Bestattungsdienst den Verstorbenen ab. Für die Kremation ist in der Schweiz ein einfacher Holzsarg gesetzlich vorgeschrieben. Der Verstorbene wird pietätvoll eingebettet und zum Krematorium überführt.
Um jede Verwechslung absolut auszuschliessen, wird dem Sarg ein feuerfester Schamottstein mit einer einzigartigen Kontrollnummer beigelegt. Diese Nummer wird im Kremationsregister genau dokumentiert. Der Stein begleitet den Verstorbenen während des gesamten Prozesses und wird später mit der Asche in die Kapsel gelegt.
Die Einäscherung erfolgt in einem modernen Kremationsofen bei einer Temperatur von rund 850 bis 1000 Grad Celsius. Der Prozess dauert etwa ein bis zwei Stunden. Aus Respekt vor der Würde des Menschen wird immer nur ein einziger Sarg zurzeit kremiert. Schweizer Krematorien arbeiten nach strengsten Umweltschutzauflagen.
Nach dem Prozess verbleiben nur die mineralischen Knochenanteile. Eventuelle metallische Implantate werden aussortiert. Die verbleibende Asche wird in einer speziellen Aschemühle zu feinem Pulver gemahlen. Diese Asche wird zusammen mit dem Schamottstein in eine biologisch abbaubare Aschenkapsel gefüllt und luftdicht versiegelt.
Die versiegelte Kapsel wird in die von den Angehörigen gewählte Urne eingesetzt. Nun kann die Urnenbeisetzung stattfinden – sei es auf einem Schweizer Friedhof, in einem Gemeinschaftsgrab, im Rahmen einer Naturbestattung im Wald oder auf privatem Grund.
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